Der böse Ort: Roman - Ben Aaronovitch

Ben Aaronovitch
Der böse Ort
Peter Grant (4)

Fantastischer Krimi
Übersetzer: Christine Blum
Deutscher Taschenbuch Verlag, 23.04.2014
TB, 400 Seiten, 9,95 €
Kindle-Edition: 7,99 €
ASIN: B00I4RZVEG
gelesen auf dem Kindle Paperwhite

 

Bewertung: 

 

Inhaltsangabe (Amazon):

Seltsame Dinge geschehen im Skygarden Tower, einem berüchtigten Sozialwohnblock in Südlondon. Dinge, die eine magische Anziehungskraft auf Police Constable und Zauberlehrling Peter Grant ausüben. Zunächst geht es nur um ein gestohlenes altes Buch über Magie, das aus der Weißen Bibliothek zu Weimar stammt. Doch dann weitet sich der Fall rasant aus. Denn der Erbauer des Tower, Erik Stromberg, ein brillanter, wenngleich leicht gestörter Architekt, hatte sich einst in seiner Zeit am Bauhaus offenbar nicht nur mit modernem Design, sondern auch mit Magie befasst. Was erklären könnte, warum der Skygarden Tower einen unablässigen Strom von begabten Künstlern, Politikern, Drogendealern, Serienmördern und Irren hervorgebracht hat. Und warum der unheimliche gesichtslose Magier, den Peter noch in schlechtester Erinnerung hat, ein so eingehendes Interesse daran an den Tag legt…

Meine Meinung:

 

Lange habe ich auf die deutsche Übersetzung des nächsten Bands der Reihe gewartet, und nun ist es viel zu schnell gelesen und es heißt wieder auf die Fortsetzung zu warten…

 

Inzwischen meinen wir unsere Protagonisten zu kennen, Nightingale, wie er distinguiert und beherrscht agiert, Peter, der immer ein bisschen zu unüberlegt reagiert und Lesley, die sich inzwischen mit Masken unter Menschen traut. Auch der Gesichtslose hat letzten Endes doch nur eine ganz kurze Gastrolle am uns bekannten Handlungsort London.

 

Doch dieses Mal braut sich etwas zusammen, und bis zum Schluss ist vieles offen, so dass wir voller Spannung lesen und hinter den Sinn des seltsam konstruierten Hochhauses kommen wollen, wo Merkwürdiges geschieht. Wir bekommen es mit Fae, Nachthexen, Flussgöttern, dem Stillen Volk und illegal aktiven Magiern zu tun und haben nicht selten ein Grinsen im Gesicht.

Wir sahen einander wechselseitig an, bis ohne Worte klargestellt war, dass ich als Einziger, der weder ein übernatürliches Wesen noch ein Chief Inspector noch gezwungen war, eine Maske aufzusetzen, wenn ich mich der Öffentlichkeit stellte, zum leitenden Türöffner befördert worden war.
Position 929-931 – Der böse Ort (Ben Aaronovitch)

In ihrer Kaufhausbluse und den engen Hosen war sie der Typ Frau, der sich seit Ende der Pubertät auf die Rolle der frivolen Oma vorbereitet.
Position 2463-2464 – Der böse Ort (Ben Aaronovitch)

Ich zog das Handy heraus und sah, dass wir uns im Land der unendlichen Balkenlosigkeit befanden.
Position 3654 – Der böse Ort (Ben Aaronovitch)

Ben Aaronovitch hat als Peter Grand die Ich-Erzählsituation gewählt, und es fällt nicht schwer, sich den jungen, gewitzten Mann vorzustellen, der immer noch sehr viel üben muss, um neue Zauber entstehen zu lassen, das Herz aber unbedingt auf dem rechten Fleck hat. Irgendwie wächst er einem ans Herz.

 

Das Cover passt zum Glück genau zu den 3 vorhergehenden, wirkt auf mich ansprechend, etwas gruselig und humorvoll. Sieht man sich das Cover genauer an, erzählt es bereits etwas über die Story. Sehr gut gemacht.

 

Ich gebe 08/10 Punkte. Das Buch hat mir gut gefallen, schön skurril, und irgendwie lässt es mich etwas ratlos zurück…

 

Quelle: http://sunsys-blog.blogspot.de/2014/04/gelesen-der-bose-ort-ben-aaronovitch.html