Ein Wispern unter Baker Street  - Ben Aaronovitch, Christine Blum

Ben Aaronovitch
Ein Wispern unter Baker Street
Peter Grant (3)
Fantastischer Krimi
Deutscher Taschenbuch Verlag, 2013
TB, 448 Seiten, 9,95 €
auch als gek. HB bei Audible erhältlich
Kindle-Edition: 8,99 €
ASIN: B00BQWXIXW
gelesen auf dem Kindle Paperwhite

 

Bewertung: 

 

Inhaltsangabe (Amazon):

 

Es ist ja nicht so, dass Peter Grant, Zauberer in Ausbildung und Police Constable, nichts für das Pauken von Lateinvokabeln übrighätte – bestimmt nicht! Aber es ist doch immer wieder schön, wenn zur Abwechslung auch mal reelle Polizeiarbeit gefragt ist. Ein Unbekannter wird im U-Bahn-Tunnel nahe der Station Baker Street tot aufgefunden – erstochen, und es deutet alles auf die Anwesenheit von Magie hin. Ein Fall für Peter! Der unbekannte Tote stellt sich als amerikanischer Kunststudent und Sohn eines US-Senators heraus und ehe man »internationale Verwicklungen« sagen kann, hat Peter bereits die FBI-Agentin Kimberley Reynolds mitsamt ihren felsenfesten religiösen Überzeugungen am Hals. Dabei gestalten sich seine Ermittlungen auch so schon gruselig genug, denn in vergessenen Flüssen und viktorianischen Abwasserkanälen hört er ein Wispern von alten Künsten und gequälten Geistern…

 

Um den Hype von Harry Potter habe ich ja bis heute einen riesen Bogen gemacht, nachdem ich mal bei einem der Filme mehr Fragen hatte, als beantwortet wurden, und ich irgendwie unbefriedigt zurück blieb. Das war es dann für mich. Mag sein, dass die Bücher viel besser sind und lt. mehrerer Aussagen all meine Fragen geklärt würden, aber ich bleibe immer noch eisern (liegt u.U. auch daran, dass eine Person, die ich als Waage noch nicht einmal gern von hinten und der anderen Straßenseite sehe, nichts anderes lt. ihrer eigenen Aussage liest als die HP-Bücher)…

 

So war ich anfangs auch skeptisch, was die Peter-Grant-Bücher angeht. Allerdings haben mir die ersten Bände schon richtig gut gefallen, und das, obwohl neben Magie noch jede Menge seltsamer Gestalten ihr Unwesen treiben (auch dies ein Punkt, den meine angeborene Skepsis erst einmal überwinden musste). Wenn denn möglich hat mir der dritte Band sogar noch besser gefallen, und ich meine, das liegt daran, dass ich noch mehr vor Lachen prusten musste als bei Band 2 – britischer Humor, ich liebe ihn! Und ich mag den flüssigen, etwas verschachtelten Schreibstil von Ben Aaronovitch.

 

Das Cover erinnert in seiner Aufmachung an die ersten Bände mit seinen behüteten Totenköpfen und diesmal der U-Bahn-Karte von London und passt sehr gut zu ihnen. Während ich die ersten beiden Bände in Printversion besitze, habe ich mir den dritten Band in digitaler Form zugelegt – eben für den Urlaub (ihr wisst: unterwegs kommt immer der Kindle mit). Aber wer weiß… vielleicht hole ich mir das gedruckte Buch auch noch – einfach, weil es komplett schöner in der Bücherwand aussieht.

 

Schauplatz ist wie bei den ersten Bänden London, und diesmal vor allem unterirdisch. Dass es unterirdische Gänge, sogar ein komplettes System, unter der Metropole geben soll, ist ja allgemein bekannt, und einige Autoren haben dies aufgegriffen und schauerliche Geschichten entworfen. Bei Ben Aaronovitch passt sich das Thema wunderbar in seine Reihe ein, und durch seinen trockenen Humor fühlte ich mich einfach sehr gut unterhalten, während ich Peter hinterher stapfte und vorsichtshalber meine Vorstellungskraft ein wenig drosselte, um mich nicht vor Ekel schütteln zu müssen.

 

Hier 3 von mir markierte Sätze bzw. Teilsätze:

 

[…]die Met wirft lieber die Höchstzahl an verfügbaren Leuten ins Gefecht, und die verfolgen jede mögliche Spur, bis diese vor Erschöpfung zusammenbricht, der Mörder gefasst ist oder der leitende Ermittler an Altersschwäche stirbt[…]

[…]Wir erledigen das Denken, damit die Kollegen sich keine ungewohnte Mühe machen müssen[…]

[…]ein Aufkleber ACHTUNG, BLINDER FAHRER AN BORD[…]

 

Die Protagonisten sind in erster Linie wieder Peter Grant und seine Kollegin Leslie, die mittlerweile wie er ein Zauberlehrling ist. Der Meister Nightingale tritt nur am Rande auf, dafür haben es die beiden diesmal mit der Mordkommission und dem FBI zu tun sowie einem zwielichtigen Demi-Fae namens Zach.

 

Das Buch hat mir sehr gut gefallen und lässt mich mit der Hoffnung auf einen 4. Band zurück. – Ich gebe 09/10 Punkte.

Quelle: http://sunsys-blog.blogspot.de/2013/08/kurzrezi-ein-wispern-unter-baker-street.html